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Die perfekte Tasmanien-Rundreise für Abenteurer

Australien

Die perfekte Tasmanien-Rundreise für Abenteurer

Ich wusste nicht, was mich auf Tasmanien erwarten wird. Nach unserer Rundreise durch den Westen Australiens war ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass Orte wie Rottnest Island und Erlebnisse wie Schwimmen mit wilden Seehunden nicht mehr getoppt werden können. Klar, ich hatte mich natürlich über Tasmanien informiert und bin auf vielversprechende Fakten im Internet gestoßen. Eine fast unberührte, üppig grüne Wildnis, die sauberste Luft der Welt, ein großes Spektrum verschiedenster Landschaftstypen wie aus dem Bilderbuch – kurz: Ein Eldorado für Natur- und Wanderfans! Dass ich aber im Nachhinein in jeder geselligen Runde, wenn das Thema auf’s Reisen fällt, auch knapp 4 Jahre später mit strahlenden Augen von Tasmanien, “meinem absoluten Herzensort”, erzählen werde, hätte selbst ich nicht gedacht!

Ich freue mich deshalb wie verrückt, euch durch diesem Blogbeitrag mit meiner “Tassy”-Begeisterung hoffentlich ein klein wenig anstecken zu können. 😍

"Sind wir schon da?" Fast, denn der Flug vom australischen Festland dauert kaum länger als 1 Stunde!

Hier gleich zu Beginn ein Mini-Disclaimer an alle, die sich im laufenden Artikel vielleicht über den Fotostil wundern werden: Weil ich vor knapp 4 Jahren Ozeanien besucht habe und zu dieser Zeit noch weit entfernt von “instatauglichen” Fotos war, überschütte ich euch diesmal hauptsächlich mit einer Vielzahl von Landschaftsaufnahmen (was aber bezogen auf diesen Ort mindestens genauso schön, wenn nicht sogar schöner sein kann 🤓😋).

Auf Reisen sind uns immer folgende Dinge unheimlich wichtig: Sich frei bewegen können, besondere Erlebnisse und Begegnungen, spektakuläre Natur und Aussichtspunkte, leckeres (und gerne neuartiges) Essen und ein gemütliches Domizil für den Abend. 

Um genau diese Wünsche abdecken zu können, planen Leo und ich deshalb unsere Rundreisen immer akribisch im Voraus

Wir wollen nichts Wichtiges auslassen oder übersehen. Wer also genau wie wir innerhalb einer Woche möglichst viel auf Tasmanien erleben möchte, der kann sich unsere persönliche Route gerne für später screenshotten bzw. abspeichern!

"Oh hi, wie geht's denn so? Ihr habt nicht zufällig was zu Futtern dabei?" 🦘
Hobart - Mount Field NP - Port Arthur - Freycinet NP - Sheffield - Cradle Mountain Lake NP - Launceston: Mit unserer persönlichen Route kombiniert ihr Land und Leute auf die beste Art und Weise!
Ein kurzer Zwischenstopp in Tasmaniens Hauptstadt lohnt sich!

Qantas Airways bringt uns an einem sonnigen Apriltag wohlbehalten nach Hobart, unseren allerersten Stopp und zugleich Ausgangspunkt für einige spannende Unternehmungen. 

Hobart, die Hauptstadt Tasmaniens, trumpft mit einer wirklich tollen Lage am Fuße des Mount Wellington auf.

Trotz einer Einwohnerzahl von circa 200.000 “Tassies”, wie die Einwohner sich liebevoll nennen und so von den “Aussies” abgrenzen, hat Hobart sich außerdem das Flair einer Kleinstadt auf magische Weise erhalten.

Ein wenig Wild West erwartet euch zum Beispiel im hier gezeigten Hogs Breath Cafe – sehr empfehlenswert! 

Wer mag, kann bei einem Spaziergang die vielen georgianischen Bauwerke entdecken, vom Aussichtspunkt des Hausberges die Küstenstadt bestaunen oder es uns gleich tun und nach einer kurzen Stärkung mit dem Mietwagen in Richtung des Mount Field National Parks aufbrechen. 

Es wäre übrigens rein theoretisch auch möglich mit einer Autofähre von Australien nach Tasmanien anzureisen, checkt hierfür aber unbedingt die Mietbedingungen, ob eine Überfahrt erlaubt ist. 😁

Die Russell Falls sind neben den Horseshoe Falls Schaustück des Nationalparks

Der Mount Field Nationalpark ist gute 60 Kilometer von Hobart entfernt und nur eines von unzähligen Naturschutzgebieten der Insel. 

Ein Viertel Tasmaniens wird übrigens von UNESCO als Weltkultur- und Weltnaturerbe geschützt – internationale Forscher finden hier auf einer Fläche von Bayern noch immer völlig unentdeckte Tier- und Pflanzenarten! 😱

Ihr seht schon – Tasmanien ist wirklich besonders!

Wohin soll's gehen und wie lange? Diese Infos sowie Kontaktdaten im Notfall werden in kleinen Häuschen am Rande der Nationalparks von jedem Wanderer eingetragen

Man geht sogar davon aus, dass manche Gegenden noch nie von Menschen betreten wurden, so undurchdringbar und unerschlossen ist das tasmanische Buschland. Der Mount Field Nationalpark hingegen ist schon lange ein beliebtes Ausflugsziel bei Touristen und Inselbewohnern. So lange, dass die berühmten Russell Falls sogar auf der allerersten australischen Briefmarke abgedruckt waren!

Trotzdem müsst ihr euch vorsorglich – wie in allen Nationalparks des Landes, die ihr während eurer Reise besuchen möchtet – in Wanderlisten eintragen. Sicher ist sicher! ☺️

Landschaftlich überaus abwechslungsreich - der Mount Field National Park auf Tasmanien
Klein aber oho (und ohrenbetäubend laut)! Der Tasmanische Teufel

Um noch einmal auf die außergewöhnliche Tierwelt zurückzukommen:

Wer sich die Mühe macht nach Tasmanien zu reisen, der hat sicherlich schon einmal vom Tasmanischen Teufel gehört und möchte diese süßen kleinen Racker vermutlich auch in natura erleben! 

Die fast blinden Beutelteufel, wie sie auch genannt werden, leben ausschließlich auf Tasmanien und sind alles andere als freundliche Gesellen!

Mit gruseligen Kreischlauten und einem Gebiss mit der Stärke eines ausgewachsenen Panthers lagen die Erschaffer der weltbekannten “Looney Tunes” mit dem Cartoon-Charakter “Taz” gar nicht mal so weit weg von der Realität! 😅

Das Temperament der Tasmanischen Teufel ist wirklich rasend – vor allem, wenn sie sich um Essen streiten oder jemanden beschützen wollen. Wir durften das alles im Zoodoo Zoo bei Richmond erfahren und erleben – auch toll soll aber der Tasmanian Devil Unzoo sein. Dieses revolutionäre Wildlife Konzept kehrt die Gegebenheiten eines typischen Zoos einfach um – die Besucher selbst befinden sich in einer geschlossenen Kuppel und können so die Tiere in freier Wildbahn beobachten! Ziemlich cool, oder? 😊

Die Honeymoon Bay im Freycinet Nationalpark

Nach unserem kurzen Aufenthalt in Hobart und einem kleinen Abstecher nach Port Arthur, einer sehr geschichtsträchtigen Stadt mit ehemaligem Gefängnis auf der Tasman Halbinsel, entdecken wir unseren persönlichen Garten Eden fernab jeglicher Hektik: den Freycinet Nationalpark! Kein Plätzchen auf dieser Welt fehlt mir neben Rottnest Island mehr, kein Aussichtspunkt wird jemals spektakulärer sein als der vom Mount Amos auf die Wineglass Bay (siehe Titelbild des Blogbeitrags). Ob Honeymoon Bay oder Friendly Beaches…die Namen spiegeln perfekt wieder, welch’ atemberaubende Schönheit sich auf der Halbinsel an der Ostküste Tasmaniens verbirgt! Dass man hier außerdem in einer der exklusivsten Luxuslogdes Australiens übernachten und dabei frische Austern und erlesenen Wein kosten kann, erklärt sich vermutlich von selbst. 😉 Das kühl-gemäßigte Klima macht Wanderungen übrigens auch in den Sommermonaten angenehm. 😌

Die Wanderung auf den Mount Amos ist steil, aber lohnenswert: 4-5 Stunden solltet ihr mindestens einplanen und wirklich nur bei gutem Wetter hinaufklettern!

Nicht weniger spektakulär geht es anschließend an der Bay of Fires nahe des Mount William National Parks weiter: Hier treffen bizarre  knallrote Felsen auf feinen Sandstrand und türkisfarbenes Meerwasser – eine Kombi, die man so schnell nicht wieder vergisst! Ich erinnere mich noch daran, dass ich zwischen den Felsen zum allerersten Mal überhaupt in freier Wildbahn einen Pinguin (mein absolutes Lieblingstier) erspäht habe. Leider war der kleine Kerl ziemlich schwer verletzt und wir konnten ihm nicht mehr helfen. 😞 

Feurig rot und einfach wunderschön: Die Bay of Fires Felsen!

An jedem einzelnen Tag unserer Rundreise bin ich abends ins Bett geplumst und war überglücklich, dass wir uns dazu entschlossen hatten, hierher zu kommen. 

Die Menschen, bei denen wir teils auch via Couchsurfing übernachtet hatten, waren alle so freundlich und hilfsbereit, haben uns stets mit offenen Armen empfangen und mit wunderbaren Reisetipps versorgt! 😚

Träume ich oder ist Tasmanien wirklich so traumhaft?

So auch Michaela, die uns in Launceston nicht nur mit ihren Kochkünsten verführt hat (ich habe euch das superleckere Rezept hier verlinkt), sondern regelmäßig im Cradle Mountain National Park unterwegs ist und uns darin bestärkt hat, hier definitiv auch auf Wanderschaft zu gehen – trotz unserer mittlerweile ziemlich müden und geschundenen Füße! 

Da wir ja fast ausschließlich aufgrund der wilden Natur angereist waren, haben wir uns am nächsten Tag von der Stadt am Tamar River ins nächste und letzte Naturreservat unseres Trips aufgemacht. Ob der Cradle Mountain National Park im zentralen Hochland der Insel Leo und mich überhaupt noch faszinieren konnte? Er konnte! Und wie! 😍

#nofilter - die Schönheit des Cradle Mountain National Parks macht uns sprachlos!
Wallabies, Wombats, Possums: Auf Tasmanien trifft man viele putzige Tiere - sie und ihr Lebensraum sind absolut schützenswert!

Besonders gut gefallen haben uns der Marions Lookout, der Dove Lake, der Wombats Pool und der Lake Lilla Track

Vorsicht ist hier allerdings aufgrund der giftigen Tigerotter geboten: 

Wenn ihr tatsächlich von einer gebissen werden solltet, fotografiert die Schlange, damit der behandelnde Arzt später die richtige Intervention einleiten kann. 🐍

Ihr seid Hardcore-Trekker? 

Der Fernwanderweg Overland Track, der sich durch die Region mit abwechslungsreichen Landschaften über 80 Kilometer lang zieht und am Lake St. Clair, Australiens tiefstem See, endet, ist superbeliebt bei Mehrtagesausflüglern.

Wir hatten leider nicht ganz so viel Zeit, da sich unser Abenteuer auf Tasmanien allmählich dem Ende zugeneigt hat.

Trotzdem können wir diesen Nationalpark aber auch für einen kurzen Aufenthalt und ein paar entspannte Spaziergänge uneingeschränkt empfehlen! 👍

Wer würde hier nicht gerne auf Entdeckungstour gehen?
Um sich zwischendurch zu stärken, bieten sich Anzac Kekse geradezu an!

Auf dem Weg zu unserem allerletzten Stopp in Sheffield, der “Town of Murals”, haben wir an einer kleinen Flohmarkthalle angehalten. 

Dort habe ich nicht nur meine mittlerweile Lieblingstasse (mit steppenden Pinguinen 😄) für einen Dollar ergattert, ich habe außerdem Anzac Biscuits, Kekse aus Haferflocken und Kokosnussraspeln, für die Weiterfahrt gekauft. 

Diese Kekse sind wohl typisch australisch und wurden früher extra für Soldaten im ersten Weltkrieg gebacken. 

In Sheffield, einer etwa 23 Kilometer südlich des Fährhafens Devonport liegende Stadt, könnt ihr viele inspirierende Wandmalereien entdecken. 

Man fühlt sich teilweise in alte Zeiten zurückversetzt, da an manchen Wänden auch das ehemalige Leben Sheffields dargestellt wird. 

Ein nicht nur schöner Halbtagesausflug, sondern auch ein sehr gemütlicher und stressfreier Abschluss unserer aufregenden Tasmanien-Rundreise! 😊

Wilder Westen meets Tasmanien - ein Spaziergang durch Sheffield macht Spaß!

Ich hoffe, euch hat meine kleine Berichterstattung über die vielseitige “Insel am Ende der Welt” gefallen! ☺️ Schreibt mir gerne eine Mail oder hinterlasst einen Kommentar, wenn ihr ebenfalls eine Reise nach Tasmanien geplant habt – ich helfe euch dann mit weiteren Tipps so gut ich nur kann. 😍

Oder wart ihr schon einmal selbst auf der australischen Insel unterwegs und habt den ein oder anderen Ort wiedererkannt? Ich freue mich über jede Message

Von links oben nach rechts unten: (1+9) Cradle Mountain National Park (2) Bay of Fires (3+5+7) Die Tierwelt Tasmaniens (4+6) Wineglass Bay (8) Aussicht vom Mount Amos Wanderweg

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